2001 – 2009

2009:

Tolle Tennistage in Schliersee. Denn das 58. internationale Sixtus-Turnier, das von der Kreissparkasse Miesbach-Tegernsee präsentiert wurde, wurde zu einem absoluten Highlight im Oberland. Fast 100 Tennis-Cracks aus ganz Deutschland und der Tschechei kämpften fünf Tage lang um die 8500 Euro Preisgeld, die Finals gingen letztlich bei traumhaften Wetter und proppenvollem Haus auf der kleinen Anlage im Kurpark über die Bühne. Und die Zuschauer waren begeistert.

Ganz besonders vom Männer-Finale, das nach zweieinhalb Stunden Dean Jackson (Dortmund) gegen den Prager Martin Vacek mit 6:3, 6:7, 6:3 für sich entschied. „Das war das beste Endspiel seit 2002, als Philipp Kohlschreiber hier gewinnen konnte“, befand Turnier-Chefin Sonny Leitner. Während Jackson ohne Satzverlust ins Endspiel eingezogen war, hatte Vacek zweimal Schwerstarbeit zu leisten. Im Viertelfinale schlug er Titelverteidiger Kleftakos ebenso in drei Sätzen wie im Halbfinale Vorjahres-Finalist Marc Meigel.

Bei den Damen wurde Sabine Klaschka, die Nummer 14 der deutschen Rangliste, ihrer Favoritenrolle gerecht. Nur im Viertelfinale hatte sie beim 6:2, 2:6, 6:1 gegen Kerstin Kreis aus Manching einige Probleme. Ins Endspiel startete Klaschka gegen Ellen Linsenbolz (Ettlingen) schwach, lag 2:5 zurück und kassierte von Schiedsrichter Hans Baumgartner nach einigen Wutausbrüchen gar eine Verwarnung. Danach lief es besser für die Sabine, nach knapp zwei Stunden hatte sie 7:5, 7:5 gewonnen.

Das Fazit von Schliersee: die vielen Zuschauer sahen tolle Spiele, Kuchenbuffet, Tombola und die 6000 Grillwürstl, die einmal mehr Bayern-Manager Uli Hoeneß gestiftet hatte, waren ausverkauft.

2008:

Carmen Klaschka (21) war einfach eine Klasse für sich. Die Nummer 14 der deutschen Rangliste gewann jedenfalls nach Belieben die Damen-Konkurrenz beim 57. internationalen Sixtusturnier in Schliersee, das von der Kreissparkasse präsentiert wurde. Ein Jahr nach ihrer Schwester Sabine trug sich nun also auch Carmen, die für den TC Siebentisch Augsburg spielt, in die Siegerliste dieses Traditionsturniers ein. Gerade mal neun Spiele gab sie auf dem Weg zum Triumph in den fünf Begegnungen ab, im Finale ließ sie Katharina Killi (Großhesselohe München) beim 6:0, 6:0 nicht den Hauch einer Chance. „Die ist halt ein Profi, spielt quasi in einer eigenen Liga“, meinte die Finalistin später. „Ich muss mich dagegen noch um mein Abitur kümmern.“ Im Halbfinale hatte Carmen Klaschka mit der Lokalmatadorin Vroni Hinterseer beim 6:0, 6:3 ebenfalls kaum Mühe, Killi musste dagegen in einem spannenden Match Sarah Marija Merlic (TTC Iphitos) mit 6:4, 7:5 niederringen.

Bei den Männern schien alles für den großen Favoriten Marc Meigel gerichtet, doch die Nummer 35 der deutschen Rangliste verlor in einem guten Finale mit 3:6, 4:6 gegen Dimitris Kleftakos (TC Johannesberg). Der Deutsch-Grieche hatte im Halbfinale schon die Nummer zwei der Setzliste, Christian Haupt (Dresden), mit 6:0, 6:7, 6:4 in einem emotionalen Match, in dem sich beide Cracks auch verbal nichts schenkten, aus dem Rennen geworfen. Das beste Spiel des Turniers aber lieferte der erst 16jährige Marko Krickovic im Viertelfinale beim 6:7, 6:7 gegen Marc Meigel ab. Zu einer großen Enttäuschung wurde dagegen der Auftritt von Richard Drazny, der im Vorjahr noch im Finale stand: Die Nummer drei der Setzung schied in Runde eins ziemlich klanglos mit 4:6, 2:6 gegen Benjamin Ringlstetter (TF Dachau) aus und verließ fluchtartig die Anlage.

Das Schlierseer Turnier hatte übrigens mit einem Novum begonnen, denn erstmals musste wegen zu weniger Meldungen keine Qualifikation bei den Männern gespielt werden. Turnierleiterin Sonny Leitner: „Wir haben keine Ahnung, warum dies so passierte.“ Ansonsten verlief das Turnier völlig reibungslos, viele Zuschauer verfolgten die Spiele und ließen sich 6000 Grill- Würst’l schmecken, die Bayern-Manager Uli Hoeneß gestiftet hatte.

2007:

Sabine Klaschka war beim 56. internationalen Sixtus-Turnier in Schliersee eine Klasse für sich. Ohne Satzverlust gewann die Augsburgerin den Sparkassen-Pokal, bei ihren Siegen über Caroline Habich, Vroni Hinterseer, Ines Kertesz und schließlich im Finale gegen Anamaria Sere (Iphitos München) wurde sie letztlich nicht gefordert. Allerdings litt Sere, die auf dem Weg ins Endspiel immerhin Katharina Killi (6:2, 7:5) und Titelverteidigerin Adriana Barna (7:6, 6:1) ausgeschaltet hatte, beim Finale unter dem starken Föhn und damit großen Kopfschmerzen.

Bei den Männern verteidigte Zeljko Krajan vom TC Ismaning seinen Titel aus dem Vorjahr erfolgreich. Der Kroate spielte erneut sehr stark auf in Schliersee, besiegte auf dem Weg ins Endspiel Schalomov, Halb und Devoty und ließ im Finale auch Richard Drazny mit 7:5, 6:2 keine Chance. „Das war schon eindrucksvoll“, lobte auch BTV-Boss Helmut Schmidbauer den Sieger.

Viel Lob ernteten die Schlierseer für die diesmal schwierige Organisation, denn die meisten Spiele mussten beim Nachbarn in Neuhaus ausgetragen werden, da die eigene Anlage wegen Umbau des Kurzentrums nur bedingt zur Verfügung stand. Finalist Richard Drazny, der in der Vorrunde in Schliersee spielen musste, nahm den zeitweiligen Baulärm jedenfalls mit Humor zur Kenntnis: „Ich habe ja schon auf vielen Plätzen gespielt, aber noch nie unter einem Kran.“

Ein Highlight war auch die große Tombola, alle 600 Lose waren ausverkauft. (Bayern-Manager Uli Hoeneß hatte wieder 5000 Würst’l gestiftet)

2006:

Wieder stand das Sixtus-Turnier – KPMG-Pokal der Männer, Sparkassen-Cup der Damen – unter einem guten Stern. Denn nur ein dreistündiger Regen am Samstag sorgte für einige Sorgenfalten. Ansonsten verlief das Turnier recht reibungslos unter der Leitung von Sonny Leitner, Hermann Kugel und Ottmar Neidhardt, auch wenn Oberschiedsrichter Helmut Rosenmüller ein paar Mal eingreifen musste. Doch dies tat er souverän. Adriana Barna (Berlin) und der Kroate Zejlko Krajan waren die großen Sieger, beide dominierten ihre Endspiele eindeutig. Viele Zuschauer sahen zwar einseitige Finalspiele, waren aber dennoch zufrieden mit den Schlierseer Tennistagen. Und wieder waren Tombola, Kuchenbuffett und auch Grillwürstl, die erneut Bayern-Manager Uli Hoeneß gestiftet hatte, ausverkauft.

2005:

Zum Schluss gab es nur noch strahlende Gesichter beim TC Schliersee. Denn die 54. Auflage des internationalen Sixtus-Turniers im Rahmen der German Masters Series wurde ein voller Erfolg.
Das Turnier konnte trotz diverser Regenschauer über die Bühne gebracht werden, die kleine Anlage am Kurpark war an drei Tagen voll gepackt mit Zuschauern und auch das Rahmenprogramm geriet zur vollsten Zufriedenheit.

Da gab es denn auch viel Lob von Sponsoren und Akteuren für die Turnier-Crew um Sonny Leitner, Hermann Kugel und Ottmar Neidhardt. Auch Oberschiedsrichter Helmut Rosenmüller hatte bei diesem 5500-Euro-Event keine großen Probleme. Die Männer-Konkurrenz dominierte der Nürnberger Peter Svabik, der ohne Satzverlust Siegerscheck und Bürgermeister-Sekt kassieren durfte. Dabei war Svabik, der das Turnier schon im Jahr 2000 gewinnen konnte, nicht einmal gesetzt. Aber die Nummer eins, Florian Halb aus Fürth, war schon in der ersten Runde an Andreas Eyrisch (Erlangen) gescheitert. Im Finale ließ Svabik dem Riemerlinger Alexander Bajin beim 6:3, 6:3 keine Chance. War das Männer-Finale recht einseitig, so erlebten die Zuschauer nach einer stundenlangen Regenpause ein packendes Damen-Endspiel um den Pokal der Kreissparkasse.

Laura Dell’Angelo (Siebentisch Augsburg) konnte die erst 16jährige Katharina Killi (MSC München) mit 3:6, 6:3, 6:3 gerade noch in die Schranken weisen. Titelverteidigerin Vroni Hinterseer hatte im Viertelfinale gegen Stefanie Rath in drei Sätzen passen müssen.

Zu einem tollen Erfolg für den Verein wurde auch wieder die Tombola, hier verkaufte Richi Strangl alle 500 Lose in kürzester Zeit. Auch das Kuchenbuffett unter der Regie von Gabi Geissler und Lilo Lang war ausverkauft und schließlich konnte der TC Schliersee noch seine gut 3500 Nürnberger Rostbratwürstl, die Bayern-Manager Uli Hoeneß gestiftet hatte, an den Mann bringen.

2004:

Turnierleitung: Sonnhild Leitner, Ottmar Neidhardt und Hermann Kugel. Aus terminlichen Gründen war das Teilnehmerfeld quantitativ und qualitativ in diesem Jahr nicht so gut besetzt, die Attraktivität der Spiele minderte dies jedoch nicht im Geringsten. An drei Tagen wurde auf der Anlage am Schlierseer Kurzentrum spannendes Tennis geboten, mit zwei Endspielen der Extraklasse. Dass ausgerechnet die Lokalmatadorin Vroni Hinterseer den Finanz-Press-Cup der Damen gewinnen würde, damit hatte vorher niemand rechnen können. Nicht einmal sie selbst. Gegen die an Nummer eins gesetzte Anna Rynarzewska (TC Sporforum Berlin) gewann sie schließlich mit 6:3 und 6:4. Bei den Herren setzte mit Mattias Frenzel (TB Erlangen) gegen Richard Stempnowski (Fürstenfeldbruck) durch ein 6:3 und 6:2 der Favorit durch und gewann den Dresdner Bank-Cup.

2003:

Turnierleitung: Sonnhild Leitner, Ottmar Neidhardt und Hermann Kugel. Traumwetter, tolle Atmosphäre, spannende Matches und vollbesetzte Zuschauertribünen – beim Tennisclub Schliersee sah man nach den Endspielen des „Internationalen Sixtus- Turniers“ nur noch strahlende Gesichter. Den Sparkassenpokal der Damen holte sich nach einem dramatischen Match Angelika Bachmann vom MTTC Iphitos mit dem Sieg über ihre Vereinskollegin Sabine Klaschka. Bei den Herren war der Rumäne Razvan Itu, der für sein Land auch schon im Daviscup spielte gegen den Südtiroler Martin Mair erfolgreich. Itu, der schon zum sechsten Mal in Schliersee war, nahm hocherfreut die 830 Euro Preisgeld entgegen.

2002:

Dunkle Wolken hingen über der Anlage, Sturmwarnung für den See wurde gegeben, ein Orkan fegte über die Plätze – doch all dies konnte Philipp Kohlschreiber (Bamberg) nicht stoppen. Nach mehr als zweieinhalb Stunden gewann der Daviscup-Spieler mit 6:3, 5:7, 7:5 gegen Patricio Rudi (Weiden) und war später voll des Lobes über die Veranstaltung, zu der sehr viele Zuschauer auf die kamen. Mit 18 Jahren war Kohlschreiber, der längst zu den besten 100 der Weltrangliste gehört, einer der jüngsten Sieger des Sixtus-Turniers aller Zeiten. Bei den Frauen gewann die Ungarin Adrienne Hegedus mit 6:2, 7:6 gegen Claudia Kuleszka. Hermann Kugel und Ottmar Neidhardt standen Sonny Leitner erstmals bei der Turnierleitung zur Seite.

2001:

Fritz Gebhard fungierte nach 13 Jahren letztmals als Turnierleiter. Nach schweren Regenfällen am Freitag stand die Veranstaltung vor der Absage, doch die Aktiven wollten das 50. Sixtus-Turnier unbedingt durchführen und nahmen am Samstag und Sonntag ein wahres Mammutprogramm auf sich. Claudia Kuleszka siegte bei den Damen, der Neuseeländer Mark Nielsen bei den Männern.